Reiten – ein Stück Lebensgeschichte

Angepiekst durch Antje Schrupps Artikel über ihren Wunsch, in ihrer Jugend in den wilden Westen zu wollen, den sie auf die Blogparade über Pferdemädchen, angestoßen durch Anne Schüssler, geschrieben hat (und den ich, ohne vorher die Blogs gelesen zu haben, gleich kommentiert habe), schreibe ich jetzt auch noch was dazu. Hoffentlich schafft es dieser Artikel endlich in die Veröffentlichung, denn ich habe drei in der Pipeline, die vor sich hin garen, und sie wollen und wollen nicht fertig werden. Vielleicht werden sie es auch nie, wer weiß. Ich bin eben keine Bloggerin aus Leidenschaft, sondern aus Gelegenheit.

Deshalb ist es schön, einfach mal aus der Vergangenheit zu plaudern. Das Pferdethema ist ein schöner Aufhänger, denn ich war als Mädchen ganz vernarrt in Pferde. Ich fand, es sind die schönsten Tiere der Welt (noch vor Delfinen), und ich hatte schon früh den Wunsch, reiten zu lernen. Nicht, weil Klassenkameradinnen das auch taten oder weil es gerade angesagt war, sondern weil es mich dort hinzog, wo Pferde waren, ob auf der Weide oder als Kinderausreitpony an der Waldschänke, ein angesagtes Lokal am westlichen Rand von Hamburg in Rissen mitten im Wald, dem Klövensteen. Dort saß ich glaube ich auch das erste Mal auf einem Pferde(Pony)rücken, im Alter von acht Jahren oder so. Irgend ein Erwachsener bezahlte die paar Mark für einen Ausritt und ich durfte mich einer kleinen geführten Reitertruppe anschließen. Reiten konnte ich da aber noch kein Stück. Mein Pony hatte aber wohl überhaupt keine Lust, weiterhin Kinder durch die Gegend zu zotteln, entwickelte plötzlich einen ausgeprägten Stalldrang und kehrte auf halbem Weg einfach um, mit mir oben drauf. Es verfiel in schnellen Trab, ich ergriff die Zügel und bildete mir ein, ich könne dieses Pony lenken. Juhuuu, so hatte ich mir Reiten immer vorgestellt! Anstatt Angst zu bekommen, gab ich mich ganz dem schnellen Tempo hin, ritt beinahe diverse Waldspaziergänger um (das Pony, nicht ich, denn ich verhinderte das natürlich souverän durch meine Reitkünste) und fühlte mich total frei. Und schon war der Ritt zuende. Wir waren ja nicht weit weg gekommen vom Stall.

Dieses Erlebnis hat den Samen gepflanzt. Es dauerte aber noch ein paar Jahre, bis ich endlich reiten lernen durfte, da war ich zwölf. Es gab im Nachbardorf eine Reitschule, zu der ich mit dem Rad fuhr. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich am ersten Tag war, ja, ich hatte regelrecht Angst vor dem Neuen. Und die erste Stunde war auch alles andere als schön. Allein auf das Pferd zu kommen (kein Pony eben) war eine Qual, und ich kam mir ziemlich dämlich vor, weil ich nicht in den Steigbügel kam, der allerdings viel zu hoch hing. Es half mir auch keiner. Noch schlimmer war das Absteigen nach der Stunde, an die ich mich außer dem Gebrüll der Reitlehrerin nicht mehr erinnere: Anstatt die Füße aus den Bügeln zu nehmen, ließ ich sie drin, ließ mich vom Pferd fallen und landete promt im Holzspänenbodenbelag der Reithalle, weil der Fuß natürlich im Steigbügel hängen blieb. Ok. Aller Anfang ist schwer.

Verbissen fuhr ich jede Woche zum Reitunterricht, obwohl er mir überhaupt keinen Spaß machte. Nicht wegen der Pferde, sondern weil so mies mit mir umgegangen wurde. Als Anfängerin wurde ich von den Fortgeschritteneren so richtig von oben herab fertig gemacht, und die Reitlehrerin fand es auch völlig in Ordnung, mich immer nur anzuschnauzen, wenn ich mal wieder „durch die Länge der Bahn wechseln“ mit „durch die halbe Bahn wechseln“ verwechselt habe. Arrogantes Scheißreitervolk. Das habe ich damals schon gedacht.

Doch ich wechselte bald in einen anderen Reitstall. Das Klima dort war deutlich angenehmer und freundlicher. Es war ein kleiner Privatstall mit einem Unikum von Reitlehrer. Er war beliebt bei uns Mädels, (es gab unter uns Reitkindern nur einen Jungen), obwohl auch er ganz schön rumbrüllen konnte. Aber die meiste Zeit in den Reitstunden hat er sich um jede gekümmert, jede_n mal einzeln drangenommen. Bei dem habe ich viel gelernt. In dem Stall fand ich meine Freude zum Reiten und zu den Pferden wieder. Es gab Ausritte, wilde Galopps über Stoppelfelder, Sonntagsherrgottsfrühreitausflüge mit Rast, und köstlichstes klares Wasser aus dem Gartenschlauch nach schweißtreibenden Springübungen im Freien. Die Pflege der Pferde, Striegeln, Hufe auskratzen, Box ausmisten, Aufzäumen, Satteln usw. waren Dinge, die ich gern tat. Wir kümmerten uns um ein Pferd, das wir auch ritten. Mein Pferd hieß Geck, ein Fuchswallach. Er war etwas behäbig, musste eher getrieben als gebremst werden, aber das lag mir. Mit ihm freundete ich mich richtig an.

Doch diese Zeit dauerte nicht lange, dann wurde der Stall von anderen Besitzern übernommen, die eine offizielle Reitschule daraus machten. Und schon war daraus ein ähnlicher Massenbetrieb geworden wie der Stall, in dem ich anfing. Der kuriose Reitlehrer wurde gefeuert, an seine Stelle kam ein anderer, der auch wieder diese „IM ARBEITSTEMPO TEEEEERRRAPPPP!“-Brüllmentalität drauf hatte. Ich blieb trotzdem dort, ich konnte inzwischen ja ganz gut reiten. Aber der Spaß war irgendwie flöten. Ich lernte auch nichts mehr. Und eines Tages bockte mein Pferd, ich stürzte herunter, was ansich nicht schlimm war, ich hatte gelernt, wie man elegant fällt. Diesmal allerdings ging es schief. Ich fiel auf meinen rechten Arm und kugelte mir das Ellenbogengelenk aus. Solche Schmerzen wünsche ich keinem. Eine lange Rekonvaleszenzzeit folgte. Ich fing danach zwar wieder an zu reiten, aber nur noch halbherzig und mit Angst behaftet und nur noch für kurze Zeit. Den alten Reitlehrer von früher fand ich wieder in einem anderen privaten Reitstall. Einmal ritt ich dort, da meinte er, ich sei ja richtig von seinem Nachfolger „versaut“ worden. Da wusste ich: Das mit dem Reiten hat sich für mich erledigt.

Später wollte ich es mit Anfang zwanzig noch einmal wissen: Ich buchte Reitstunden in einem Dorf nahe meiner Ausbildungsstätte. Da durfte ich dann in der Kinder-Anfängergruppe an der Longe reiten. So schlecht war ich also geworden. Zwei Stunden hielt ich das durch, dann ging ich nicht mehr hin.

Wenn ich so daran denke jetzt, wo ich das schreibe, tut mir das eigentlich in der Seele weh.

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Verpackungswahn

Kurzmitteilung

Ich habe kürzlich bei einem Kunstbedarflieferanten zwei Wechselrahmen und einen Keilrahmen in relativ großem Format bestellt. Heute kam das Paket an, alles ok soweit, aber das Paket war so seltsam schwer. Kein Wunder: Die drei Teile waren mit insgesamt 30 (!) Bögen Packpapier im ca. Meter-mal-80- Format verpackt, zum großen Teil völlig unbeschädigt. Die Verpackung selbst: Dickster Pappkarton, der jede Ikea-Verpackung alt aussehen lässt. Da lachte mein Künstlerherz über so viel umsonst und unbestelltes geschenktes Material. Was ich damit alles anstellen kann 🙂

Frau und Mutter und Arbeit

Ein Erlebnisbericht

Als ich meinen Job verlor nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit, gönnte mir mein darüber untröstlicher Arbeitgeber, dass er mich leider nicht mehr beschäftigen wollte, ein so genanntes Outplacement. So etwas führen Agenturen durch, die sich auf dem Markt der arbeitssuchenden Führungs- und Fachkräfte etabliert haben, um ihnen wieder in Lohn und Brot zu verhelfen. Ich nahm das großzügige Angebot meines damaligen Arbeitgebers, das ein irres Geld kostete, zusammen mit der Abfindung an. Ich sah darin die Chance, beruflich eine völlig andere Richtung einzuschlagen.

Ich habe ganz gute Erfahrungen mit dieser Agentur gemacht. Meine Idee war, mich selbstständig zu machen, und die Agentur unterstützte mich in meinem Vorhaben. Ich wollte mich im Bereich klassische Musik selbstständig machen, was ich auch verwirklicht habe. Ob ich davon leben kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Meinem Berater gestand ich eines Tages (und schämte mich damals dafür, heute nicht mehr): Eigentlich wolle ich gar nicht mehr arbeiten. Ich sagte das aus einem Gefühl der tiefen Erschöpfung heraus. Ich habe wirklich genug geschuftet, mich aufgerieben, bin über meine Grenzen gegangen, habe mich selbst vernachlässigt, meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt, auf die Bedürfnisse meiner Seele nicht gehört. Nein, so wollte ich einfach nicht weiter machen.

Abhängig in irgend einem Unternehmen, in dem ich nicht als Mensch, sondern als Human Resource gelte, meine Arbeitskraft verkaufe und dafür ein festes Gehalt beziehe, wollte ich überhaupt nicht mehr arbeiten. Für mich ist das heute nichts anderes als Prostitution, etwas arbeiten für Geld, was ich mir nicht aussuchen kann, was mir vorgegeben wird, sowohl inhaltlich als auch zeitlich. Dafür, dass es sich im Grunde um eine Zwangsarbeit handelt, wird der Erwerbstätigkeit viel zu viel Wert beigemessen. Dass dem so ist, sehen und wissen immmer mehr Menschen. Die Diskussion findet gerade massiv rund um Hartz-IV statt.

Doch ich habe in meinem Leben nicht nur für den Gelderwerb gearbeitet. Ganz besonders nicht nach der Geburt meiner Kinder. Die andere Arbeit, die unbezahlte, die in dem Moment begann, in dem ich nach der Erwerbstätigkeit mit wehenden Fahnen in die KiTa hetzte, um die Kinder vor KiTa-Schluss noch rechtzeitig abzuholen, danach mit ihnen nach Hause eilte, das Frühstücksgeschirr vom Morgen beseitigte, ein Minimum an Haushalt erledigte wie Einkaufen, Hausaufgaben oder ähnliche Dinge, war ungleich anstrengender und zeitaufwändiger. Die Erwerbstätigkeit trat in den Hintergrund, in dem ich sie verkürzte, also auf Teilzeit umstieg. Damit stieg ich allerdings auch aus sämtlichen Möglichkeiten, beruflich weiter zu kommen, aus.

Eine Mutter kleiner Kinder, besonders wenn sie noch erwerbstätig ist, steht ständig unter Stress, Zeitdruck und dem Gefühl, nur noch zu rotieren, während andere es sich, aus ihrer Sicht, gut gehen lassen. Hinzu kommt auch noch die fehlende Anerkennung durch das Umfeld. Ich kann deshalb sehr gut verstehen, dass eine Mutter aggressiv reagiert, wenn sich um sie herum die Selbstverwirklichungsempfehlungen wie Hohngelächter ausmachen:

http://dasnuf.de/zeug/geht-euch-doch-selbstverwirklichen-ich-geh-arbeiten/

Damit nicht genug. Nach 15 Jahren Ehe die Scheidung, ich wohne seit dem mit meinen Kindern allein. Auch wenn das Sorgerecht beiden Elternteilen zusteht, so ist es doch ein verdammter Unterschied, ob einer noch mit im Haus wohnt und Aufgaben übernimmt oder seine Kinder nur alle zwei Wochen sieht. Ich mache jetzt alles allein, fast täglich einkaufen, den ganzen Haushalt schmeißen, und ganz nebenbei noch meine Selbstständigkeit aufbauen. Meine Kinder machen zwar inzwischen mit, aber nicht immer freiwillig. Auch ist mein Ex-Mann kooperativ und unterstützt finanziell wo er kann, das ist schon viel wert. Doch ohne externe finanzielle Unterstützung könnte ich derzeit gar nicht überleben. Mit anderen Worten: Aus eigener Kraft könnte ich momentan weder meine eigene Existenz noch die meiner Kinder sicher stellen.

Aber wer sagt eigentlich, dass der Mensch arbeiten müsse bis zum Umfallen? Dass er erst dann irgendwelche Ansprüche stellen darf, wenn er nachweisen kann, dass er schön brav jeden Tag irgend einer Tätigkeit nachgeht… ja, irgendeiner Tätigkeit, was bedeutet das denn für mich als Frau und Mutter? Ich gehe jeden Tag den Tätigkeiten nach, die unmittelbar mein Umfeld betreffen: Staubsaugen, Spülmaschine und Waschmaschine bedienen, Essen kochen, einkaufen, Klo putzen, Abflüsse reinigen, wenn sie verstopft sind (würg), Reparaturarbeiten, Haushalt mit allem drum und dran. Schulische Dinge: Entschuldigungen schreiben, Elternabende, mit Lehrern debattieren, Arztermine organisieren usw., Dinge, die ich nicht unbedingt gern tue, aber die getan werden müssen. Also tue ich sie, mit mal mehr mal weniger Elan oder Lust oder Begeisterung. Dennoch habe ich kein Problem damit, sie zu tun. Was mich stört, ist die mangelnde Anerkennung dafür und die Selbstverständlichkeit, dass sie erledigt werden ohne je dafür eine Gegenleistung fordern zu können geschweige denn zu bekommen. Und auch das Zugeständnis an meine Erschöpfung. Manchmal kann ich einfach nicht mehr.

Aber: Nur weil ich für meine Arbeit nicht bezahlt werde, bin ich deswegen kein minderwertiger Mensch! Genau das aber ist es, was wir glauben sollen, was dieses System uns einredet. Untermauert wird dies z. B. auch durch religiöse Werte („Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen„). Aber wenn die Menschen dieses Systems nur durch ihre Arbeit definiert werden, dann wird es auch Zeit, dass die unentgeltliche Sorge-, Pflege-, Erziehungs- und Drecksarbeit endlich mehr Anerkennung erhält und bezahlt wird. Ansonsten lebt eine ganze Gesellschaft auf Kosten der Mütter und Frauen, die sie leisten.

Die Dinge, die ich gern tue, tue ich dafür aber heute ganz bewusst ohne schlechtes Gewissen oder mich dafür weder vor mir noch vor irgend einem anderen Menschen zu rechtfertigen. Insofern verwirkliche ich mich gerade selbst, und zwar trotz oder genau deshalb, weil ich auch Arbeiten tue, die einer Notwendigkeit entsprechen und deshalb einfach gemacht werden müssen. Ich weiß, dass sie an sich keinen Wert haben. Denn der Wert liegt in mir als Mensch begründet und nicht in dem, was ich tue.

Das Gute im Menschen

Eigentlich glaube ich ja daran. Ich glaube, dass jeder Mensch im Grunde seines Herzens Gutes tun will, seinen Mitmenschen nur das beste wünscht und bei der Verwirklichung seiner Träume die besten Absichten hegt.

Ich erlebe es aber gerade wieder anders. Da baue ich vor ein paar Wochen einen Unfall, mitten in der Nacht beim Fahrspurwechsel, weil ich dachte, ich sei allein auf weiter Flur, dabei fuhr schräg hinter mir noch ein Fahrzeug. Und krach. Bagatellschaden, noch nicht mal eine Beule, nur ein paar schwarze Kratzer vom dem wie es den Anschein hatte nigelnagelneuen Mercedes. Ärgerlich sowas, ich hatte nicht aufgepasst und war natürlich Schuld. Dennoch habe ich die Polizei gerufen, musste mir deshalb von dieser einen dummen Spruch anhören („Und deshalb rufen Sie die Polizei?“ – Ey, muss ich mich etwa dafür rechtfertigen, oder was?). Meinem Unfallgegner war das sichtlich unangenehm. Dennoch war er mir gegenüber ausgesprochen höflich, wir tauschten Kontaktdaten aus, ich übergab meine Versicherungskarte, und damit war es erstmal erledigt.

Heute, genau heute, bin ich froh, dass ich die Polizei gerufen habe. So ist der Unfall nämlich aktenkundig geworden. Mein höflicher Unfallgegner hat meiner Versicherung gegenüber einen Schaden von 6000 € geltend gemacht. Die beauftragte daraufhin einen Gutachter, der heute intensiv mein Auto mit den paar Kratzern unter die Lupe nahm und mir dabei Haarsträubendes erzählte:

Der Mercedes war keineswegs nagelneu, sondern wies schon einen kaschierten Heckschaden auf. Er hatte damals ein rotes Nummernschild, angeblich gerade zugelassen für einen Händler. Inzwischen ist er wieder abgemeldet.

Ich soll angeblich die gesamte linke Seite des Mercedes geschrammt und ihn dabei noch gegen den Kantstein gedrückt haben. Und warum habe ich ihn eigentlich übersehen? Angeblich hielt er schon an der Kreuzung vorher neben mir an der Ampel, doch er ist mir nicht aufgefallen. Meinem Beifahrer auch nicht. Kann es sein, dass er gar nicht von dort kam?

Mein höflicher Unfallgegner ist Autohändler und arbeitet mit seinen beiden Brüdern zusammen, die diese Masche abziehen: Unfall bewusst provozieren und Versicherungen abzocken. Seine Freundin fungiert hierbei als Halterin der „neu“ zugelassenen Luxuskarossen, die in Wirklichkeit nur Crashkisten sind.

Tja, das Gute im Menschen hängt bei manchen eben sehr am Geld, und um an dieses zu kommen, ist jedes Mittel recht. Sich selbst der Nächste sein, aber nicht im Sinne von Selbstreflexion, sondern im Sinne von Selbstbereicherung auf Kosten anderer.

Kriminelle eben, auch wenn sie noch so höflich sind. Das Böse wäre nicht das Böse, wenn es nicht als das Gute verkleidet in Erscheinung träte.