Der „Hirschmensch“ aus der Höhle Trois-Frères – was sehen wir da wirklich?

Hirschmensch entpuppt sich als Rentiergeburt.

Wahrscheinkontrolle

Pintura Trois Freres

Eine der bekanntesten Höhlenzeichnungen der Welt wird gemeinhin als „Hirschmensch“ bezeichnet. Gefunden wurde sie in der Grotte des Trois-Frères in Südfrankreich. Immer wieder wird mit dieser Zeichnung versucht zu belegen, dass männliches Schamanentum seit der Altsteinzeit die Regel sei und bereits männliche Götter angebetet wurden. Es soll sich demnach um einen Gott der Tiere, um einen „gehörnten Gott“ (frz. dieu cornu), Zauberer oder einen tanzenden, männlichen Schamanen handeln. Auch als „matrifokaler Vater“ musste er schon herhalten.

Wir wissen dagegen inzwischen, dass die altsteinzeitlichen Höhlen die Heiligtumer einer Erdmutter bzw. Metaphern auf die Gebärmutter der Urmutter waren und überwiegend von Frauen ausgemalt wurden. Der spektakuläre Fund eines Frauengrabes in der Hilazon Tachtit-Höhle in Israel belegt, dass auch die Schamanen weiblich waren. Dafür sprechen auch die vielen Frauendarstellungen als Zeichnung, Plastik oder Relief, die ohne männliche Entsprechung in den Höhlen gefunden wurden.

Es stellt sich also die Frage, ob…

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